LangenweddingenLangenweddingen

    

 

Eine Geschichte aus dem Heimatbuch des Kreises Wanzleben von 1928
Herausgegeben von Paul Baensch - Mittelschulrektor -
Druck und Verlag: August Schulz, Wanzleben

Langenweddingen.
von Rektor Hofmeister.

Der spitze Turm der St. Georgskirche schaut mit seiner vergoldeten Kugel im Sonnenschein ringsum
weit über das wellige Land
und kündet die Lage der Ortsgemarkung Langenweddingen.
Er grüßt die Reisenden, die in den Harzbergen Erholung gesucht haben
und im Zuge von Halberstadt über Magdeburg ihrer Heimat zueilen.
Die Autos sausen in rascher Folge auf der Landstraße von Magdeburg
über Egeln nach Aschersleben oder Halberstadt an seinen Füßen vorbei.
Dem Wanderer,
der von Schönebeck über Welsleben durch das im Sülzetal romantisch gelegene Sülldorf
nach Wanzleben marschieren will,
zeigt er schon von ferne die Richtung nach der Kreisstadt an.
Viele Warenzüge und Reitertrupps hat er im Mittelalter auf der im Westen nahe vorbeiführenden Lüneburger Heerstraße vorüberziehen sehn.
Langenweddingen liegt längs des Fleite- oder Fließgrabens eingekeilt zwischen den Abhängen des Heßberges und des Hackenberges.
Das Weddingen, das später wegen seiner langen Gestalt Langenweddingen genannt wurde,
tritt in den Chroniken erst mit dem 15. Jahrhundert unter diesem Namen auf.
Am 21. September 937 bewidmet Otto der I. das Moritzkloster in Magdeburg mit den Orten Osterwattinge,
Sülldorf, Immenwattinge und macht in einer Schenkungsurkunde vom 23. April 941 die Besitzungen des Klosters St. Moritz in der Magdeburger Mark,
unter denen auch Immenwattinge genannt wird, durch Übereignung seiner Besitzung in der Wendehäuser Mark an das Bistum Halberstadt von demselben zentfrei...

...Fortsetzung folgt



powered by kondero langenweddingen-editionV5.1 © 2003 Ronny Hohmann